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Digitale Monatsinformation Oktober 2026 inkl. Podcast (mp3)

Wir freuen uns, Ihnen die aktuellen steuerlichen Informationen für Oktober 2026 vorzustellen. Diesmal geht es unter anderem um die Energiepreispauschale, Immobilienübertragungen bei Scheidung, steuerliche Abschreibungen und wichtige Neuerungen für Unternehmen und Arbeitgeber.

Besteuerung der Energiepreispauschale bestätigt

Der Bundesfinanzhof hat entschieden, dass die im Jahr 2022 an Arbeitnehmer ausgezahlte Energiepreispauschale von 300 Euro als steuerpflichtiger Arbeitslohn behandelt werden durfte. Die gesetzliche Regelung ist nach Auffassung des Gerichts verfassungsgemäß. Für Rentner ist noch ein gesondertes Verfahren anhängig.

Immobilienübertragung bei Scheidung

Die Übertragung einer Immobilie auf den Ehepartner im Rahmen einer Scheidungsfolgenvereinbarung kann steuerpflichtig sein. Wird die Immobilie als Gegenleistung für den Verzicht auf Unterhalts- oder Zugewinnausgleichsansprüche übertragen, kann ein privates Veräußerungsgeschäft vorliegen. Besonders wichtig ist die Zehnjahresfrist.

Kürzere Nutzungsdauer von Gebäuden

Wer für eine vermietete Immobilie eine kürzere tatsächliche Nutzungsdauer nachweisen kann, darf unter Umständen höhere jährliche Abschreibungen geltend machen. Das Finanzgericht München hat bestätigt, dass auch ein geeignetes Verkehrswertgutachten als Nachweis ausreichen kann.

Lesedauer ca. 2 Minuten – alternativ hören Sie unseren Podcast!

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Monatsinformation Oktober 2026 – Kurzfassung

Die Oktober-Ausgabe enthält aktuelle Entscheidungen der Finanzgerichte sowie praktische Hinweise für Privatpersonen, Selbstständige und Unternehmen.

Sonderabschreibung für neu geschaffenen Wohnraum

Werden zwei über viele Jahre verbundene Wohneinheiten wieder getrennt, kann dadurch steuerlich eine neue Wohnung entstehen. Das Finanzgericht Düsseldorf hat die Sonderabschreibung nach § 7b Einkommensteuergesetz in einem entsprechenden Fall dem Grunde nach anerkannt. Die gesetzlichen Fördervoraussetzungen müssen erfüllt sein.

Medizinische Behandlungskosten

Die Kosten einer medizinisch notwendigen und wissenschaftlich anerkannten Behandlung können als außergewöhnliche Belastungen berücksichtigt werden, auch wenn die gesetzliche Krankenkasse die Behandlung nicht bezahlt. Bei wissenschaftlich nicht anerkannten Therapien gelten dagegen besondere Nachweispflichten, die bereits vor Behandlungsbeginn erfüllt sein müssen.

Neue Anlage EÜR für 2026

Das Bundesfinanzministerium hat die Vordrucke zur Einnahmenüberschussrechnung für 2026 veröffentlicht. Die Übermittlung erfolgt grundsätzlich elektronisch über ELSTER. Nur in anerkannten Härtefällen kann eine Abgabe auf Papier zugelassen werden.

Pensionszusagen an GmbH-Gesellschafter

Pensionszusagen können steuerlich problematisch sein, wenn der begünstigte Gesellschafter bei Erteilung bereits älter als 60 Jahre ist oder bis zum vorgesehenen Ruhestand weniger als zehn Jahre verbleiben. In solchen Fällen droht eine Einordnung als verdeckte Gewinnausschüttung.

Gewerbesteuerliche Verlustvorträge bei Erbfällen

Verstirbt ein Mitunternehmer einer Personengesellschaft, geht sein Anteil am gewerbesteuerlichen Verlustvortrag grundsätzlich verloren. Auch die Erben können diesen Verlustanteil nicht einfach übernehmen. Bei geplanten Unternehmensnachfolgen ist deshalb eine frühzeitige steuerliche Prüfung sinnvoll.

Steuernummer für Unternehmensgründer

Die Thüringer Finanzverwaltung strebt an, Gründern bei vollständig eingereichten Unterlagen innerhalb von 15 Arbeitstagen eine Steuernummer zu erteilen. Bundesweit wird ebenfalls an einer Beschleunigung der steuerlichen Registrierung gearbeitet.

Elektronische Entgeltunterlagen ab 2027

Ab dem 1. Januar 2027 müssen Arbeitgeber ihre Entgeltunterlagen grundsätzlich elektronisch führen. Die bisherige Möglichkeit, sich auf Antrag von dieser Pflicht befreien zu lassen, endet zum 31. Dezember 2026. Unternehmen sollten ihre Lohnbuchhaltung und Dokumentenablage rechtzeitig vorbereiten.

Geplante Erhöhung der Alkoholsteuer

Ein Gesetzentwurf der Bundesregierung sieht vor, verschiedene Alkoholsteuern zum 1. Januar 2027 um 20 Prozent zu erhöhen. Die Zustimmung von Bundestag und Bundesrat steht noch aus.

Sie haben Fragen zu diesen Themen? Wir beraten Sie gerne persönlich.


Impressum

© 2026 DATEV eG, 90329 Nürnberg.
Alle Rechte vorbehalten.

Die Informationen dienen der allgemeinen Orientierung und ersetzen keine individuelle steuerliche Beratung.


Steuertermine Oktober / November 2026

Steuerart / FristOktoberNovember
Lohnsteuer, Kirchensteuer, Solidaritätszuschlag12.10.202610.11.2026
Umsatzsteuer12.10.202610.11.2026
Schonfrist Überweisung15.10.202613.11.2026
Scheckzahlung – maßgeblicher Fälligkeitstag12.10.202610.11.2026
Gewerbesteuerentfällt16.11.2026
Grundsteuerentfällt16.11.2026
Schonfrist Gewerbe-/Grundsteuer bei Überweisungentfällt19.11.2026
Gewerbe-/Grundsteuer – Scheckzahlungentfällt16.11.2026
Sozialversicherung28.10.202626.11.2026
Beitragsnachweise Sozialversicherung26.10.202624.11.2026
Kapitalertragsteuer und SolidaritätszuschlagZeitgleich mit der Gewinnausschüttung fällig

Hinweis: Die Zahlungsschonfrist gilt für Überweisungen, nicht für Scheckzahlungen. Bei Sozialversicherungsbeiträgen können regionale Besonderheiten zu beachten sein.


Jetzt anhören: Mandanten-Podcast Oktober 2026

Die wichtigsten steuerlichen Themen des Monats verständlich und kompakt erklärt – zum Anhören am Arbeitsplatz, unterwegs oder zu Hause.

Präsentiert von der Kanzlei Irina Reichelt-Olenburger.


Kanzlei Irina Reichelt-Olenburger

Steuerberatung in Solingen – digital & persönlich.
Wir beraten Sie gerne!